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Fotos:Thomas Stephan


Wie alle Katzenartigen benötigt auch die Wildkatze täglich frisch erbeutetes Fleisch. Als Schleich- und Lauerjäger stellen kleine Säugetiere wie Mäuse die wichtigste Nahrung für sie dar. Zu einem bedeutend geringeren Anteil werden auch Vögel, große Insekten und Eidechsen gefressen. Nur selten gelingt es ihr, größere Beutetiere, wie Hasen, zu jagen.

In reich strukturierten Wäldern tragen alte Buchen und Eichen im Herbst große Mengen Früchte. Sie bilden die wichtigste Nahrungsgrundlage für verschiedene Mäusearten am Waldboden. Die kleinen Nager stehen wiederum als bevorzugte Beute auf dem Speiseplan der Wildkatze.
Wald- und die Gelbhalsmäuse werden überwiegend nachts gejagt. Die Rötelmaus, eine Wühlmaus, verlässt auch bei Helligkeit ihre Erdlöcher, so dass Wildkatzen gelegentlich auch am Tage jagen.
Nach der nächtlichen Jagd suchen Wildkatzen morgens ihre Schlafplätze auf. Häufig umgeben von Brombeeren bieten Reisighaufen, hohle Baumstämme und anderes Totholz am Waldboden geeignete Versteckmöglichkeiten. Am Wegrand gelagerte Holzpolter mit vielen Versteckmöglichkeiten ziehen Wildkatzen magisch an.
Auch während der Jungenaufzucht suchen die Mutterkatzen immer wieder Totholzstrukturen am Boden auf, um ihren Nachwuchs sicher zu verwahren. Verlässt die Mutter ihre Jungen um zu jagen, sind sie großen Gefahren durch andere Beutegreifer ausgesetzt.
Nur bei sehr guten Klettermöglichkeiten werden auch oberhalb des Bodens Schlafplätze genutzt. Stark verästelte Bäume und die Leitern von Jagdkanzeln können von der Wildkatze erklommen werden.
Unterirdische Dachs- und Fuchsbaue stellen beliebte Plätze für die Tagesruhe dar. Trockene Felsspalten dienen als Schlafplatz und Kinderstube.

Auf sonnigen Rodungsflächen mit aufkommender Naturverjüngung finden Wildkatzen gute Versteck- und Jagdbedingungen. Im April und Mai verbringen Wildkatzenjunge hier häufig ihre ersten Lebenswochen.

Nicht nur im Wald finden Wildkatzen Nahrung. Auch der Waldrand und Offenlandbereiche mit kleinen Feldgehölzen, Obstbäumen oder Hecken, die schnell erreichbare Verstecke bieten, sind beliebte Jagdgebiete. Hier sind es überwiegend Wühlmäuse, auf die Wildkatzen lauern.

Textquelle

Text , ggf. verändert oder gekürzt, aus
BUND Sachsen-Anhalt (Hrsg.) 2008